OFFF 2019

Rückblick auf das Designfestival


Das OFFF Festival geht dieses Jahr in die 19. Runde. Das ursprünglich als Online-Flash-Film-Festival gegründete dreitätige Event präsentiert jedes Jahr eine große Bandbreite an Kreativen, die Vorträge zu Themen aus den Bereichen Kommunikationsdesign, Illustration, Animation, Game-Design, Typografie, Grafik, 3D und noch mehr halten.

Ich war 2018 zum ersten Mal auf Drängen einer Freundin auf dem Festival und war so begeistert, dass ich mir kurz danach schon das Early-Bird-Ticket für 2019 besorgte. Mit Fan-Paket und allem drum und dran. Dass das Festival in einer der schönsten Städte Europas – Barcelona – stattfindet, half bei der Entscheidung natürlich. Mittlerweile gibt es auch kleinere OFFF-Ableger in Moskau, Wien und Tel Aviv. Das Festival wächst also stetig – was sich nicht nur geografisch, sondern auch in den Besucherzahlen niederschlägt.

Das Programm war gefühlt illustrationslastiger als im Jahr davor – das meiste davon in irgendeiner Form animiert. Man spürt den Trend zu immer mehr illustrativen Bildwelten deutlich – und den zu immer mehr Animation sowieso.

Sowohl 2018 als auch 2019 kam ich sehr inspiriert und voller Motivation und neuen Impulsen nach Köln zurück. Mir persönlich ist es wichtig, regelmäßig solche Branchenveranstaltungen zu besuchen, um neue Trends mitzubekommen, die großen und kleinen Mitmischer der Branche kennenzulernen, sich von den Arbeiten anderer inspirieren und motivieren zu lassen, aber auch einfach mal von den »Schwergewichten«, bei denen man sich immer fragt »wie macht die das?« Geschichten des Scheiterns, der Ablehnung und des Zweifelns zu hören.

Was mir persönlich etwas zu kurz kam, waren Möglichkeiten zum Austauschen und Netzwerken mit anderen Festival-Besuchern. In einem der vielen angebotenen Workshops hätte man wohl ein paar mehr Leute kennenlernen können. Aber wenn nicht gerade die Chefin zahlt, ist so ein Trip nach Barcelona mit Flügen, Unterkunft, Verpflegung und Eintritt zum Festival schon teuer genug. Da kann sich nicht jeder noch zusätzlich einen Workshop für 160 Euro leisten.
In der »Fun-Zone« kam man beim Entspannen in der Aprilsonne oder in der langen Schlange am Bierstand immer mal wieder ins Gespräch mit anderen Gestaltern und Kreativen. Doch am Ende des Tages blieben die meisten einfach in den Gruppen, mit denen sie gekommen waren. Dabei wäre ein engerer Austausch sehr spannend und anregend gewesen, denn die Internationalität sowohl der Vortragenden als auch der Festivalbesucher ist erstaunlich! Kanada, USA, Irland, Brasilien, Spanien, Deutschland, Südafrika und Mexiko waren alle vertreten.
Auch die Möglichkeiten, die Vortragenden kennenzulernen, waren eher begrenzt, wenn diese sich nicht auf Eigeninitiative in den Pausen unters Volk mischten (was wenige auch taten). Am Ende des Festival stand wie immer die Abschluss-Party, auf der ich aber – außer Party-Löwe David Carson – keinen der Vortragenden entdecken konnte.

Ich habe mir dennoch direkt wieder das Early-Bird-Ticket für 2020 gesichert, als der Verkauf losging und freue mich jetzt schon auf ein weiteres Festival mit vielen inspirierenden Vorträgen.

Website
offf.barcelona

credit Offf Barcelona 2019 by Chris Milne:
• Ben Johnston painting OFFF mural
• Amber Vittoria
• Kelly Anna
• Bienal Comunicacion
• Dropbox keynote with Cachetejack
• Handsome Frank

Kirsten Piepenbring
Geschäftsführerin & Senior Art Director
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